CVJM Düsseldorf Andacht

Jahreslosung 2021:

Jesus Christus spricht: "Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!"

(Lukas 6,36)
 

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Wenn Marta kocht... (nach Lukas 10,38-42)

Darf ich vorstellen? Maria und Marta: zwei Jüngerinnen, die Jesus freundlich als Gast in ihrem Haus empfangen. Und wie es sich gehört, tut Marta das, was von einer Frau zu Lebzeiten Jesu erwartet wurde: Wasserholen, Brotteig Ansetzen, Kochen,… Was sie aber so richtig zum Kochen bringt, ist ihre Schwester Maria! Setzt die sich doch einfach, wie die Männer, zu den Füßen Jesu und folgt SEINEN lehrenden Worten. „HERR, kümmert es Dich nicht, dass mich meine Schwester die ganze Arbeit allein tun lässt? Sag´ihr doch, dass sie mir helfen soll!“ Jesus antwortet ihr: „Marta, Marta, Du sorgst und mühst Dich um so viele Dinge, aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, und das soll ihr nicht weggenommen werden.“

Wir wissen nicht, wie Marta auf diesen Vorwurf von Jesus reagiert hat. Vielleicht hat sie darüber nachgedacht, was ihr fehlte. Sie hatte sich davon beherrschen lassen, dass sie ja für Jesus sorgen musste, anstatt sich über SEINEN Besuch zu freuen, IHM zuzuhören und von IHM zu lernen. Ihre Wut auf Maria kam aus Neid. Denn Maria hatte es doch tatsächlich geschafft, zur Ruhe zu kommen und Jesus zu lauschen. Mit ihrem Frust tut Marta aber genau das Richtige: sie bringt ihn vor Jesus. Und Jesus gibt zu verstehen, dass ER ihr Mühen und Tun sieht.

Viele Jahre habe ich die Geschichte von der „kochenden Marta“ als Ohrfeige für alle Fleißigen und Tatkräftigen verstanden: „Wenn alles bloß zuhört, wie Maria und keiner in der Zwischenzeit für Essen sorgt, dann wird man nichts als knurrende Mägen hören!“ Ein Satz, der von Marta selbst stammen könnte. Jesus weist mich, die ja eher zum Marta-Typus tendiert, darauf hin, dass die Gemeinschaft mit anderen, aber auch vor allem mit GOTT nicht unter meinem Übereifer leiden soll.

Wie oft habe ich im letzten Jahr gedacht, dass ich nicht genug als Christin und Jugendreferentin tue. Gelähmt durch die Pandemie. Wie gut tat es, wenn ich meinen Frust und meine Zweifel an GOTT loswerden konnte. Es ist nicht einfach, aber in dieser Hinsicht lerne ich immer wieder neu, dass es neben dem Tun, auch noch ein GOTT und liebe Menschen gibt, denen ich auch ganz ohne Fleiß und Leistung genüge.

Tabea Berndt