Christlicher Verein Junger Menschen Düsseldorf e.V.

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
(Hesekiel 36,26)








 

Das Fundament ist gelegt: Jesus Christus. Niemand kann ein anderes legen. (1. Kor. 3,11)

Mit wenigen Worten beschreibt dieser Text für den Reformationsgeburtstag die Grundlage unseres Glaubens und unseres CVJM.

Ein solides Fundament entscheidet. Über Stabilität und Stehvermögen. Über Haltbarkeit und Nutzen. Das richtige Fundament entscheidet, ob Wände und Decken tragen oder ob die geplante Straße und der neue Tunnel absacken. Ganz schlecht ist, wenn ein Fundament bricht. Plötzlich geht nichts mehr. Vielleicht lässt sich der Schaden reparieren. Vielleicht nicht.

Auch unser Leben braucht ein stabiles und tragendes Fundament. Eine Grundlage, die nicht beim ersten heftigen Lebenssturm aus den Angeln gehoben wird. Eine Basis, die mein Leben nicht durch Setzrisse in eine massive Schieflage rutschen lässt. Einen Unterbau, der mir nicht unter den Füßen weggezogen werden kann. Paulus hat in seiner Blindheit klar erkannt, wie brüchig sein Fundament war. Unsere Damaskus-Erlebnisse sind anders. Nicht minder heftig. Wir alle kennen bedrohliche Situationen, in denen wir plötzlich in der Luft hängen. Eine Scheidung, ein Todesfall, der Verlust des Arbeitsplatzes. Wir sind verletzbar und gelangen schnell an unsere Grenzen. Dahinter wohnt das Nirwana des nichts-geht-mehr und des rien-ne-va-plus. Dort lauern Verzweiflung und Trostlosigkeit. Paulus zeigt uns einen Weg, der weiterführt. Richtiger gesagt, einen Jemand, der da ist und uns hilft. Er verweist auf Jesus Christus, der ihn aus dem tiefen Loch von Schuld und Hoffnungslosigkeit gezogen hat. Darauf baut er nun. Er weiß, er hat diese Wohltaten nicht verdient. Gott macht sie ihm zum Geschenk.

Gott macht dieses Geschenk allen, es gilt nicht nur Paulus und nicht nur damals. Jeder darf es annehmen. Jeder darf in dieses Geschenk vertrauen. Der Grund ist gelegt. Diese Basis ist solide. Zu allen Zeiten, in allen Situationen, durch alle Lebensstürme hindurch. Jesus Christus verspricht uns nicht ausschließliche Sonnentage, aber er verspricht, uns in den bösen Tagen und den traurigen Stunden unseres Lebens nie zu verlassen. Selbst beim Sterben und im Tod will er bei uns bleiben. Das können Menschen nicht anbieten.

Ruth Maier