Christlicher Verein Junger Menschen Düsseldorf e.V.

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
(Offenbarung 21,6)








 

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War Jesus eigentlich mal im Urlaub?

Sicherlich machte Jesus nicht Urlaub im heutigen Sinne als tariflichen Rechtsanspruch. Und doch machte er regelmäßig „Urlaub“ von seiner Arbeit.
Erstens hatte sein Leben als frommer Jude den festen Rhythmus nach den Zehn Geboten: „Sechs Tage sollst Du arbeiten, am siebten Tag aber sollst Du ruhen.“ (2. Mose 20, 9f). Diese Regel geht bekanntlich zurück auf die Erschaffung von Weltall-Erde-Mensch durch Gott: Er setzte einen Ruhetag fest nach Vollendung der sechs Schöpfungs-Arbeits-Tage. An den sollten sich alle Menschen halten.
Diese 6+1-Regel ist die einzige mir bekannte Fürsorge-Tat eines Gottes im Vergleich mit allen anderen Schöpfungserzählungen. An diese Fürsorge Gottes hat sich auch Jesus dankbar gehalten. Dieser Tag gehörte der Beschäftigung mit Gottes Wort.
Zweitens berichten die Evangelien, dass sich Jesus regelmäßig „an eine einsame Stelle“ zurückzog. Modern gesprochen: „er nahm sich eine Auszeit“ von der ständigen Nähe und Begegnung mit den Menschen. Er suchte das Gespräch mit seinem himmlischen Vater, er holte sich bei ihm neue Kraft, er „tankte auf“. Dann ging er zurück an seine Arbeit, zu den ihm anvertrauten Menschen.
Was hindert uns, es ihm nach zu machen? Wir wissen, dass wir Zeiten zum Abschalten, zum Ausruhen, zum Auftanken brauchen. Dazu haben wir das Geschenk unseres sozial-fürsorglichen Gottes: sechs Tage Arbeit – ein Tag Ruhe.
Und wir haben die großartige soziale Errungenschaft von Urlaub, Ferien, freier Zeit für uns selbst, für unser Auftanken, für unseren Kontakt mit unserem himmlischen Vater.

Pfarrer Georg Gerstenberg, CVJM-Vorstand