Christlicher Verein Junger Menschen Düsseldorf e.V.

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
(Offenbarung 21,6)








 

Weihnachts- oder Osterstern?

Seit Advent 2015 steht diese Pflanze in meinem Büro. Alle vorhergehenden Versuche hatten die Weihnachtszeit nicht überlebt. Diesen Weihnachtsstern habe ich dann eher aus Neugier als aus Überzeugung, dass er eine längere Zeit übersteht, einfach weiter gegossen. Das hat dazu geführt, dass er neue Blätter bekam - grüne Blätter, versteht sich.

Umso erstaunter war ich, als 2017 kurz vor Ostern zunächst zaghaft kleine rote Blätter kamen. Diese Blätter wurden richtig rot und in der Mitte kamen dann richtige Blüten, zu Ostern. Es hatte eine Verwandlung stattgefunden, mein Weihnachtsstern war zum Osterstern geworden. Ich hatte nie ernsthaft gehofft, dass er überlebt oder sogar neue Blüten bringt, noch dazu so schöne.

"Als aber die Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Der wurde als Mensch geboren und dem Gesetz unterstellt, um alle zu befreien, die unter der Herrschaft des Gesetzes standen. Durch ihn wollte Gott uns als seine mündigen Söhne und Töchter annehmen."

Das schreibt Paulus den Gemeinden in Galatien. Er skizziert die Entwicklung der Jünger Jesu nach: Deren Glauben musste sich von Weihnachts- in einen Osterglauben verwandeln. Ihre Anfänge machten die Jünger mit gemeinsamen Erlebnissen. Sie waren mit Jesus unterwegs, erlebten Wunder und hörten auf Jesus Gleichnisse und Predigten. Mit Karfreitag war diese Zeit vorbei - scheinbar ein für alle mal. Nach menschlichem Ermessen durchaus nachvollziehbar.

Nach göttlichem Eingreifen geht die Geschichte allerdings bis heute weiter. Zum Erstaunen der Jünger und deren Nachfolgern erleben wir immer neue Blütezeiten, in denen Menschen ihr Leben auf Jesus ausrichten. Ich wünsche uns, dass wir über unsere Hoffnung und Erfahrung hinaus darauf vertrauen können, dass unsere Arbeit im CVJM Osterglauben vor allem bei jungen (aber auch älteren) Menschen weckt und sie mündige Söhne und Töchter Jesu werden.

Ralf Wittig